Die neuen Anforderungen aus PSD3 und PSR werden häufig als Technologiethema behandelt. Der eigentliche Aufwand entsteht aber im operativen Betrieb: mehr KYC- und KYB-Pflichten, engere Behördenkommunikation und kürzere Re-KYC-Zyklen.

PSD3 und PSR: Warum der operative Aufwand meist unterschätzt wird
Regulatorische Vorhaben werden in vielen Finanzunternehmen zuerst als Technologiethema diskutiert. Welche Systeme müssen angepasst werden, welche Schnittstellen kommen dazu, wie lange dauert die Umsetzung im Backend.
Das ist nachvollziehbar, greift aber zu kurz. Denn der größere Teil des Aufwands entsteht nicht in der IT, sondern im laufenden Betrieb.
Was konkret auf Unternehmen zukommt
Drei Punkte sind dabei besonders relevant:
Mehr KYC- und KYB-Pflichten. Prüfungen werden umfangreicher und betreffen mehr Kundengruppen als bisher.
Strengere Behördenkommunikation. Nachweise müssen schneller, vollständiger und besser dokumentiert vorliegen.
Kürzere Re-KYC-Zyklen. Bestandskunden müssen häufiger neu geprüft werden, was den Regelbetrieb dauerhaft belastet.
Jeder dieser Punkte lässt sich technisch abbilden. Abgearbeitet werden müssen die Fälle trotzdem. Und genau dort entsteht der Engpass: bei Kapazität, Qualifikation und Verfügbarkeit der Menschen, die die Prüfungen tatsächlich durchführen.
Technologie löst das Problem nicht allein
Ein gutes System beschleunigt Prozesse. Es ersetzt aber keine geschulten Mitarbeiter, die komplexe Fälle bewerten, Rückfragen klären und gegenüber Behörden auskunftsfähig sind.
Wer die Umsetzung rein als Software-Projekt plant, stellt oft erst im Betrieb fest, dass die Fallzahlen steigen, während das Team gleich groß geblieben ist. Die Folge sind längere Bearbeitungszeiten, wachsende Rückstände und ein erhöhtes Risiko bei der nächsten Prüfung.
Unser Ansatz: operative Umsetzung in Deutschland
Mit KYC/Onboardify und unserer Partnerschaft mit PwC decken wir genau diesen operativen Teil ab.
Das bedeutet konkret:
Onshore in Deutschland. Die Bearbeitung findet dort statt, wo auch die regulatorischen Anforderungen gelten.
DSGVO-konform. Datenschutz ist Bestandteil des Prozesses, nicht ein nachgelagerter Punkt.
In 48 Stunden startbereit. Kapazitäten lassen sich kurzfristig aufbauen, wenn Fallzahlen steigen.
So bleibt regulatorischer Druck planbar, statt zu einem operativen Risiko zu werden.
Wie ist euer Stand?
Steht ihr aktuell vor der Umsetzung von PSD3 und PSR? Wo seht ihr in eurem Unternehmen die größte operative Hürde?
Wir sind gespannt auf euren Blick auf das Thema.